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IHK-Auszeichnung Bestes Azubi-Projekt

Am 20.06.2013 wurden die Auszubildenden der Firma WOERNER mit dem Initiativpreis der IHK Heilbronn-Franken für das beste Auszubildendenprojekt in der Region ausgezeichnet. Die Freude war groß, als die Auszubildenden davon erfuhren, dass ihr Projekt als bestes von 31 am Initiativpreis teilnehmenden Firmen prämiert wurde.

Bereits mehr als ein Jahr zuvor war der Startschuss durch die Ausbilder Helmut Ballweg, Stefan Tiederle und Nicole Fabig erfolgt. Ziel war es, das WOERNER-Fahrrad als Gemeinschaftsprojekt der Auszubildenden (Industriekaufleute, Industriemechaniker und Studenten der DHBW) zu rekonstruieren und nachzubauen. Das WOERNER-Fahrrad sollte wie ein „normales“ Produkt der Firma in einem gemeinsamem Projekt der Auszubildenden konstruiert, Teile gekauft, hergestellt und montiert werden, so dass am Schluss ein fahrtüchtiges Fahrrad nach dem Patent des Erfinders Eugen Woerner entstehen würde. Besonders interessant zu erfahren war für die Auszubildenden bei der Recherche, dass die Rennversion des WOERNER-Fahrrades aus Fairness von offiziellen Rennen ausgeschlossen wurde, da ihre Fahrer zu viele Medaillen gewannen.

Um sich Ideen für die Konstruktion des „neuen“ alten Fahrrades zu holen, fuhren die Studenten Kira Scheurich und Fabian Malek sowie der Industriemechaniker-Auszubildende Florian Müssig in das Zweiradmuseum nach Neckarsulm, um dort bei einem Original-Exponat Vermessungen vorzunehmen. Besonders schwierig gestaltete sich die Rekonstruktion des Getriebes, dabei griff man auf alte Werbeunterlagen und Berechnungen zurück. Hilfreich war dabei die Untersuchung eines weiteren Original-WOERNER-Rades, das in heutigen Zeiten als Sammlerstück gehandelt wird, im Zweiradgeschäft Winkler in Eichenbühl. Hier durften die Auszubildenden den Antriebskasten öffnen, um die Zahnräder zu vermessen. Frank Winkler hat neben dem Zweiradgeschäft auch ein kleines privates Museum, in dem er solche Einzelstücke wie das WOERNER-Fahrrad beherbergt. Als Vorlage für die Neukonstruktion im 3D-CAD-System dienten außerdem alte Zeichnungen und die ursprüngliche Patentschrift. Nachdem das Grundkonzept des Fahrrades feststand, wurde es von den Auszubildenden in vier Baugruppen unterteilt. In der Arbeitsvorbereitung hatten die Auszubildenden nun die Aufgabe, die Maschinen festzulegen, die für die Produktion eingesetzt werden sollten. Es wurden Stück- und Fertigungslisten sowie Betriebsaufträge im Produktionsplanungs- und Steuerungssystem wie bei einem „normalen“ WOERNER-Auftrag angelegt, um das WOERNER-Fahrrad auch wirklich als echtes Produkt zu verfolgen und abzuwickeln. Nach Beschaffung der Fremdbauteile durch die Auszubildenden im Einkauf, begann nun die tatsächliche Produktion. Das Rohmaterial wurde von den beiden Auszubildenden Lukas Ortolf und Henrik Kempf auf Länge gesägt. Sebastian Michel begann dann mit dem Biegen des Unterrohrs. Im Anschluss wurden die Schweißarbeiten von ihm und Maximilian Thoma vollzogen und die Streben für die Pedale durch Tim Theis gefräst. Die Montage vollzog dann Tim Theis gemeinsam mit Pascal Rodemers. Besonders stolz war man dabei auch auf den Einbau einer Original-Torpedo-Freilaufnabe von Fichel-Sachs von 1936, die von Jürgen Baumann, Eigentümer des Zweirad-Fachgeschäftes in Wertheim, zur Verfügung gestellt wurde. Die Auszubildenden waren Herrn Baumann ebenso dankbar für die fachmännische Unterstützung und das Aufzeigen von Alternativmöglichkeiten bei der Fertigung. Stolz waren die Auszubildenden als sie das erste Mal auf dem Fahrrad durch die Ausbildungswerkstatt fuhren. Als sehr hilfreich zeigte sich auch die immer von den kaufmännischen Auszubildenden Eva Herrmann und Sophia Mattern parallel geführte Dokumentation für die Anmeldung des Projektes für den Initiativpreis der IHK Heilbonn-Franken. Am traditionellen Grillfest der Firma konnte dann das WOERNER-Fahrrad der gesamten Belegschaft präsentiert werden. Voller Stolz konnten die Auszubildenden von der Entstehung des Rades den Kollegen berichten, denn einen Tag zuvor hatte man erfahren, dass das Projekt tatsächlich den IHK-Initiativpreis „Bestes Azubiprojekt“ gewonnen hatte. So war das große Engagement und die Teamarbeit der WOERNER-Auszubildenden auch durch diesen Preis belohnt worden.

Foto: Werner Palmert, Fränkische Nachrichten